Bei Kunden höre ich öfters den Satz: Selbst die kleinste Tabelle ist bei uns ein Datenprodukt, die kann man anklicken, abonnieren und verwenden. Das andere Ende kenne ich auch, ein ganzes Schema mit physischen Tabellen, das ohne weitere Beschreibung als Datenprodukt bereitgestellt wird. Beides läuft unter demselben Namen, und das zeigt ganz gut, wie unterschiedlich der Begriff verwendet wird.
Im Juni habe ich auf der TDWI in München zugesehen, wie ein KI-Agent in ca. 18 Minuten ein Datenprodukt baut. Das war ziemlich beeindruckend für mich und für alle, die zugehört haben. Während des Vortrags, wurde mir schnell klar, was dafür vorher da sein muss.
Das fachliche Modell liegt fertig auf dem Tisch, und ab hier wird gebaut. Der kürzeste Weg der Implementierung von der Quelle bis zum fertigen Bericht ist der, eine ganze Schicht der Architektur auszulassen, und er funktioniert auch — jedenfalls so lange, wie die Annahmen halten, unter denen man ihn gewählt hat.
Wie viele Mitarbeiter haben wir? Yerodin fragt das seit drei Wochen. Antworten bekommt er durchaus, nur jedes Mal eine andere Zahl, und keine davon kommt mit einer Begründung, warum ausgerechnet sie die richtige sein soll. In den Systemen fehlt dabei nichts, keine Zeile und kein Status, und trotzdem fehlt etwas — es hat nur nie jemand aufgeschrieben, weil es nie jemand entschieden hat.
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